Zeilen aus meiner Feder

Artus Ph. Rosenbusch

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Solange ich zurückdenken kann, schreibe ich.

Heute Powerpoint-Folien, kommerzielle Angebote und Reports, früher eher Lyrik... Hier eine kleine Auswahl meiner Gedichte aus den letzten 10 Jahren.


Freunde

Es scheint mir an einigen Tagen,
An denen ich mich glücklich nenne,
Daß ich – wie soll ich es sagen
Die besten Personen schon kenne.

Wer mich vor zehn Jahren nicht kannte,
Für den bin ich immer ein Mann,
Nur Ihr schaut mir so in die Augen!
Kein Lachen steckt jemals so an,
Kein Mensch teilt so viele Geschichten,
Wir bleiben wohl immer vertraut –
Und manchmal, in Nächten wie dieser,
Macht mir das Gänsehaut.


Junggesellen

Wenn Du am Abend mit den guten Freunden losziehst
Und kommst am Ende wieder an der Wohnung an,
Denn stehste meistens gern mit den' noch vor der Türe,
(Auch wenn es nix mehr zum besprechen gibt, man quatscht,)
Weil man det irgendwie doch noch nicht fassen kann.

Daß nu der Abend wieder rum ist, kaum zu jlooben.
Der Vater Zeit soll nich so knausrig mit uns sein!
Denn schließlich nimmste Deinen Hut und jehst nach oben,
Und schaust Dir in der Wohnung um und bist allein.


Selbstporträt

Am Sonntag bleib ich meistens lange liegen
Ich dusche lieber, als ich mich rasier
So bin ich sauber, aber voller Stoppel
Am Freitag spiel ich in ner Bar Klavier

Umgeb mich gern mit Leuten, die ich schätze,
Und über deren Witz ich lachen kann
Die eine sagt, ich wär wirklich das Letzte,
Die nächste hält mich für nen Kavalier –

...und unterm Strich? Ich denk ich bin ein Mann.


Wat? Is schon?

Es regnet Blätter, jelbe Blätter,
Und ick dacht immer, die wer'n erst rot.
Nu – scheinbar nich.
Es rechnet Blätter,
Jelbe Blätter,
alle tot.


Auf nach innen, weiter weiter
Tiefer, immer tiefer dringen!
Die Wahrheit finden und verbergen,
Weiter, immer weiter weiter,
Mit all meinen Dämonen ringen!

Tiefer muß ich dringen, forschen.
Mir dabei noch alles merken.
Weiter, immer weiter weiter,
Wiederholen heißt verstärken.
Wiederholen heißt verstärken.

Ist am Ende unsrer Reise
Liebe? Ist man dann allein?
Weiter, immer weiter weiter!
Weiter, ich muß daran glauben,
Notfalls rede ich's mir ein.


Wie weich wohl Worte klingen mögen
Obgleich sie ohne Liebe sind
Wie zärtlich sie dich dann zerpflücken
Ganz herzlich.
Und in kleinen Stücken
Gibst du dich hin, den sanften Bögen
Obgleich sie ohne Liebe sind,
Wie weich....


Ne Welt zerbricht, vor Deinen Augen
Der große Kerl weint wie ein Kind.
Man weiß es, will es doch nicht glauben,
Daß Träume so zerbrechlich sind.

Ne ganze Welt ist das gewesen
Und plötzlich, schließlich, alles hin
Man kanns in tausend Büchern lesen,
(daß Träume so zerbrechlich sind)
Man kanns in tausend Büchern lesen,
Doch dann, dann steckt man – mittendrin.

Und jeder hat da was zu raten
Was zu empfehlen, weiß Bescheid.
So viele Worte, all die Taten.
Ich halt den Mund, Mann: Tut mir leid!

Klar, morgen wird schon alles passen,
Die Welt hält nicht für sowas an.
Und trotzdem kann man das nicht fassen.
Daß Schönes so zerbrechen kann.


Von einer Wippe lern man bitte eines:
Ist einer unten, zieh der andere ihn rauf.
So betrachte man's und keines-
falles andersrum
(Denn solche Leute gibt's zuhauf!)

Was auch passiert, und käme alles schlimmer,
Fiele uns auf die Welt kein Reim mehr ein –
Komm wir versuchens. Wir beide. Laß uns immer
Grad wie so eine Wippe für uns sein!


Dilemma

"Mach Schluß!", raunt mir der Deiwel wieder zu
Das Engelchen murrt nur mehr leise
"Ein Schritt voran, dann hast du deine Ruh!"
Wer niemals läuft, der dreht sich nur im Kreise,
Aber ich hab sie doch geliebt,
Auf eine ganz bestimmte Weise.


Shelter

Give hope now, friend, for mine is lost
Cold Blackness now engulfs my heart
Don't ask me how, just cheer me up
And give a hug, that'd be a start

And he shares food and drink and love
And he shares shelter for the night
I rest my heart and weary head
And then with dawn, I see the light

Tomorrow I might comfort you
And you might play my role, you see
Life's ups and downs, girls come and go
But I've got you and you've got me